Aeschbacher – 62 Jahre und drei Monate jung
Der unermüdliche Kurt im SF 1


Zufällig oder nicht: am 19. Januar 2011 fiel mir die 6. Nummer von PANORAMA, des Kundenmagazins der Raiffeisen Bank vom September 2008 in die Hände. Da sah ich auf der dritten Seite das Bild des Showmasters des Schweizer Fernsehens, das unverwüstliche und unverkennbare Aushängeschild von SF 1. An jedem Donnerstag nach der Sendung 10vor10 steht seit vielen Jahren die Aeschbacher-Show auf dem Programm. Pünktlich wie eine Uhr und plötzlich nach den vielen Werbespots.

Die Rechnung war bald gemacht: Wenn Kurt national – je demande pardon à Kardinal Koch in Rom – schon am 24. Oktober 2008 60 geworden ist, dann ist er anfangs 2011 bereits weit über 62, genau 62 Jahre und drei Monate alt… und wirkt kein bisschen älter, als ich ihn auf Heimaturlauben bereits vor Jahren – Jahrzehnten? – bewundert und sicherlich auch beneidet hatte. Immer “aufgestellt“ und stets freundlich zu allen Gästen und dem Publikum, zuvorkommend, nie verletzend holt er aus jedem Eingeladenen das Beste heraus. Wenigstens ein Gespräch hatte er auch einmal mit dem im letzten Frühling 75 Jahre alt gewordenen Peter Bichsel. Meistens folgt nach einer Präsentation die “Exekution“ dessen, was jede und jeder der Präsentierten alles Heimliches und auch Unheimliches, gar schlicht Grossartiges zu vollbringen vermögen. Einmal hatte eine bildhübsche junge Dame ein Schwert bis zum Griff verschluckt und war gleich nachher purlimunter, kein bisschen verletzt – ad multos annos hoffentlich. Mir wurde beinahe schlecht bei dieser Vorführung. Weniger wehleidige oder einfach jüngere Gemüter konnten sich das unerhörte Schauspiel einfach staunend einverleiben.

“Gott erhalte Franz den Kaiser“ sangen noch vor hundert Jahren in der Donaumonarchie wenigstens die Österreicher und die Ungaren. Mit vielen andern Miteidgenossen und “zugewanderten Orten“ darf ich hoffentlich noch lange singen: “Gott erhalte Kurt Aeschbacher, den für mich und viele andere beste Showmaster des Schweizer Fernsehens.
 

Victor J. Willi, Rom Disentis

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